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Grüne Energie im Sägewerk: Wie Wasserkraft und Sonne unser Bauholz antreiben

Grüne Energie ist für viele ein Werbewort. Bei uns im Sägewerk Lettl ist sie ein Teil des Betriebs, den Sie sehen und anfassen können: Den Strom für unsere Sägen, Hobelmaschinen und die Holztrocknung gewinnen wir zu einem großen Teil selbst, aus der Wasserkraft eines Bachs am Standort und aus einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach unserer Produktionshalle. In diesem Beitrag erklären wir ehrlich und ohne Hochglanz, wie das funktioniert und was es für Sie bedeutet, wenn Sie Bauholz aus dem Bayerischen Wald kaufen: regionaler Rohstoff, der mit eigener grüner Energie weiterverarbeitet wird.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Sägewerk Lettl gewinnt Strom für die Produktion aus eigener Wasserkraft und einer Solaranlage auf dem Hallendach.
  • Wasserkraft: Ein Bach am Standort treibt eine Turbine, die wetter- und tageszeitunabhängig Strom liefert.
  • Solarstrom (Photovoltaik): Die Module auf dem Dach erzeugen an hellen Tagen zusätzliche Energie genau dort, wo sie gebraucht wird.
  • Für Sie heißt das: regionales Holz mit kurzen Wegen, grün verarbeitet, also besonders ressourcenschonendes Bauholz.
  • Nachhaltigkeit entsteht nicht durch ein Siegel, sondern durch viele konkrete Entscheidungen im Betrieb, von der Energie bis zur Verwertung jedes Spans.

Woher unser Strom kommt

Ein Sägewerk ist ein hungriger Betrieb. Rundholz einschneiden, hobeln, sortieren und vor allem das technische Trocknen in der Kammer brauchen viel Energie. Diesen Bedarf decken wir zu einem erheblichen Teil aus zwei eigenen, erneuerbaren Quellen am Standort in Viechtach: der Wasserkraft eines Bachs und der Sonnenkraft über unsere Dachanlage. Beide ergänzen sich, weil sie zu unterschiedlichen Zeiten und bei unterschiedlichem Wetter liefern. Die folgende Übersicht zeigt, wie sie sich unterscheiden:

Merkmal Wasserkraft Solarstrom (Photovoltaik)
Energiequelle Strömung des Bachs Sonnenlicht
Verfügbarkeit gleichmäßig, auch nachts und bei Bewölkung tagsüber, am meisten bei Sonnenschein
Rolle im Betrieb verlässliche Grundversorgung Ergänzung an hellen Tagen
Standort Turbine am Bach Module auf dem Hallendach
Zwei erneuerbare Quellen, die sich ergänzen: Wasserkraft als gleichmäßige Grundversorgung, Sonnenstrom als Ergänzung an hellen Tagen.

Wasserkraft: der Bach treibt die Säge

Unser Standort heißt nicht ohne Grund Riedmühle. Wo heute das Sägewerk steht, nutzen Menschen die Kraft des Wassers seit Langem, früher für die Mühle, heute für den Strom unserer Maschinen. Das Prinzip ist denkbar einfach und bewährt: Das fließende Wasser des Bachs treibt eine Turbine an, und diese erzeugt elektrische Energie. Anders als die Sonne liefert der Bach rund um die Uhr, unabhängig von Tageszeit und Wetter. Damit ist die Wasserkraft die ruhige, verlässliche Grundlage unserer Stromversorgung.

Für uns ist das mehr als Technik. Es ist ein Stück Betriebsgeschichte, das zu einem Familienbetrieb passt, der seit 1925 und mittlerweile in vierter Generation am selben Ort arbeitet. Wer mit der Natur wirtschaftet, nutzt am besten das, was sie vor Ort schon bereithält. Der Bach war immer da. Dass er heute die Sägen mit antreibt, schließt einen Kreis.

Produktionslinie im Sägewerk Lettl, die mit eigenem grünen Strom aus Wasserkraft und Sonne arbeitet
Den Strom aus Wasserkraft verbrauchen unsere Maschinen direkt vor Ort: Einschnitt, Hobelwerk und Trocknung laufen mit eigener grüner Energie.

Solarstrom vom eigenen Dach

Die zweite Quelle liegt buchstäblich über dem Betrieb: eine Photovoltaik-Anlage, also Solarmodule, die Sonnenlicht in Strom umwandeln, auf dem Dach unserer Produktionshalle. Ihr großer Vorteil ist die Nähe. Der Strom entsteht genau dort, wo er gebraucht wird, ohne lange Leitungswege. An sonnigen Tagen deckt die Anlage einen Teil unseres Bedarfs direkt ab und ergänzt so die gleichmäßige Grundversorgung aus der Wasserkraft.

Damit eine Solaranlage Jahr für Jahr gut arbeitet, muss sie gepflegt werden. Staub, Pollen und Ablagerungen legen sich mit der Zeit auf die Module und kosten Ertrag. Deshalb lassen wir die Flächen regelmäßig gründlich reinigen. Das ist unspektakulär, gehört aber zu einem sorgsamen Umgang mit der eigenen Anlage dazu, genauso wie der sorgsame Umgang mit dem Rohstoff Holz.

Reinigung der Photovoltaik-Module auf dem Dach des Sägewerk Lettl mit einer Bürstenmaschine
Saubere Module bringen mehr Ertrag: Die Reinigung der Photovoltaik-Anlage gehört zur Pflege unserer grünen Energie.

💡 Unser Tipp: Wenn Ihnen beim Holzkauf Nachhaltigkeit wichtig ist, fragen Sie ruhig nach der Herkunft und der Verarbeitung. Woher stammt das Rundholz, wie kurz sind die Wege, womit wird gesägt und getrocknet? Ein Betrieb, der offen antwortet, hat meist gute Gründe dafür.

Was grüne Energie für Ihr Holz bedeutet

Holz ist von Natur aus ein nachhaltiger Baustoff. Es wächst nach, bindet beim Wachsen Kohlenstoff und braucht in der Herstellung deutlich weniger Energie als etwa Beton oder Stahl. Entscheidend ist aber auch, wie es zum fertigen Brett oder Balken wird. Genau hier setzt unser Betrieb an: Wir verarbeiten regionales Rundholz aus dem Bayerischen Wald, überwiegend Fichte und Tanne, dazu Kiefer und die Weymouthskiefer, aus nachhaltiger Forstwirtschaft, und wir tun das mit eigener grüner Energie. Welche heimische Holzart sich für welchen Zweck eignet, lesen Sie in unserem Ratgeber Fichte, Tanne, Kiefer oder Strobe im Vergleich.

Für Sie bedeutet das eine Kombination, die selten geworden ist: ein kurzer Weg vom Wald ins Werk und eine Verarbeitung mit sauberem Strom. Das Holz muss nicht quer durch Europa reisen, es ist frisch und rückverfolgbar, und der Strom dahinter stammt nicht aus fossilen Quellen, sondern aus Wasser und Sonne vor Ort. Wenn Sie mit diesem Holz bauen, nehmen Sie einen Baustoff, der an möglichst vielen Stellen seines Weges ressourcenschonend behandelt wurde. Das ist kein abstraktes Versprechen, sondern die Summe vieler konkreter Entscheidungen, die wir Tag für Tag treffen.

Diesen Gedanken führen wir im ganzen Betrieb weiter. Auch Waldbesitzer aus der Region profitieren davon, etwa wenn sie ihr eigenes Rundholz bei uns zu Schnittholz im Lohnschnitt veredeln lassen, statt es weit weg zu transportieren. Kurze Wege und regionale Kreisläufe sind für uns keine Marketingidee, sondern gelebte Praxis.

Ehrlich bleiben statt Greenwashing

Wir möchten an dieser Stelle nicht mehr versprechen, als wir halten können. Ein Sägewerk ist ein industrieller Betrieb, und kein Unternehmen ist vollständig klimaneutral, nur weil es erneuerbaren Strom nutzt. Es gibt Tage mit mehr Bedarf, als die eigenen Anlagen liefern, und auch wir beziehen dann Strom aus dem Netz. Eigene Wasserkraft und Sonnenenergie machen aus unserem Holz also kein Wunderprodukt. Sie sind ein ehrlicher, messbarer Baustein, der unseren Betrieb Stück für Stück nachhaltiger macht.

Genau deshalb verzichten wir bewusst auf Siegel-Rhetorik und große Zahlen, die niemand nachprüfen kann. Was zählt, sind die Dinge, die man sehen kann: die Turbine am Bach, die Module auf dem Dach, das regionale Rundholz auf dem Hof, die gepflegten Anlagen. Nachhaltigkeit ist bei uns kein Logo, sondern die Art, wie wir seit vier Generationen mit unserem Rohstoff und unserer Umgebung umgehen. Mehr über die Rolle des Waldes in Zeiten des Klimawandels lesen Sie in unserem Beitrag Wälder im Klimawandel.

Fazit

Grüne Energie ist im Sägewerk Lettl keine Floskel, sondern ein fester Teil der Produktion: Wasserkraft als verlässliche Grundlage, Sonnenstrom als Ergänzung, beides vom eigenen Standort im Bayerischen Wald. Zusammen mit regionalem Rundholz und kurzen Wegen ergibt das ein besonders ressourcenschonend verarbeitetes Bauholz. Wir übertreiben dabei nicht, sondern tun einfach das, was für einen Familienbetrieb seit jeher selbstverständlich ist: sorgsam mit dem umgehen, was die Natur vor der Haustür bietet. Wenn Sie Holz suchen, hinter dem eine ehrliche Herkunft und eine saubere Verarbeitung stehen, sind Sie bei uns richtig.

Häufige Fragen zu grüner Energie im Sägewerk

Woher bezieht das Sägewerk Lettl seinen Strom?

Einen großen Teil des Stroms für die Produktion gewinnt das Sägewerk Lettl selbst, aus der Wasserkraft eines Bachs am Standort in Viechtach und aus einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Produktionshalle. Beide Quellen sind erneuerbar und liegen direkt am Betrieb.

Warum wird neben Solar auch Wasserkraft genutzt?

Weil sich beide ergänzen. Die Wasserkraft liefert gleichmäßig, auch nachts und bei bewölktem Himmel, und bildet so die verlässliche Grundlage. Die Solaranlage erzeugt zusätzlich Strom an hellen Tagen. Zusammen decken sie den Bedarf besser ab als eine Quelle allein.

Ist Holz vom Sägewerk Lettl dadurch klimaneutral?

Nein, und das behaupten wir auch nicht. Eigene Wasserkraft und Sonnenenergie machen die Verarbeitung deutlich sauberer, aber kein industrieller Betrieb ist allein dadurch vollständig klimaneutral. Grüne Energie ist ein ehrlicher Baustein, der unser Holz ressourcenschonender macht, kein Freibrief.

Was habe ich als Kunde von der grünen Energie?

Sie bekommen Bauholz, das an vielen Stellen seines Weges ressourcenschonend behandelt wurde: regionales Rundholz aus dem Bayerischen Wald mit kurzen Wegen, verarbeitet mit sauberem Strom aus Wasser und Sonne. Das Holz ist frisch, rückverfolgbar und hat eine ehrliche Ökobilanz.

Warum müssen Solarmodule gereinigt werden?

Staub, Pollen und Ablagerungen legen sich mit der Zeit auf die Module und mindern den Ertrag. Eine regelmäßige, gründliche Reinigung sorgt dafür, dass die Anlage wieder volle Leistung bringt. Die Pflege der eigenen Anlagen gehört für uns zum nachhaltigen Wirtschaften dazu.

Regionales Holz, grün verarbeitet

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