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Lohnschnitt: Eigenes Rundholz zu Schnittholz veredeln lassen

Der Lohnschnitt ist für viele Waldbesitzer die einfachste Möglichkeit, aus dem eigenen Rundholz genau das Holz zu machen, das sie brauchen: Bretter für die Scheune, Balken für den Dachstuhl, Latten für den Zaun. Ob ein paar Stämme aus der Durchforstung, Sturmholz vom letzten Herbst oder die zwei kräftigen Fichten, die dem neuen Carport weichen mussten – statt das Holz günstig zu verkaufen und teuer fertiges Schnittholz zurückzukaufen, lassen Sie es beim Lohnschnitt einfach für sich zu Schnittholz sägen. Das Holz bleibt dabei Ihres. In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen verständlich, was Lohnschnitt genau bedeutet, wie er abläuft, was er kostet und wie Sie Ihr Rundholz am besten vorbereiten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Lohnschnitt sägt das Sägewerk Ihr eigenes Rundholz gegen Gebühr zu Brettern, Balken und Latten – das Holz bleibt Ihr Eigentum.
  • Ideal für Waldbesitzer, Land- & Forstwirte und Bauherren mit eigenem Holz, etwa aus Durchforstung, Sturm- oder Käferholz.
  • Der Preis richtet sich vor allem nach Menge, Stammdurchmesser, gewünschtem Schnittbild und Zusatzleistungen wie Trocknen oder Hobeln.
  • Gut vorbereitetes Rundholz – entastet, sauber, metallfrei und auf Maß – spart Zeit und Geld.
  • Kein eigener Bedarf? Dann kaufen wir Ihr Rundholz auch direkt an – fragen Sie einfach nach.

Was bedeutet Lohnschnitt?

Lohnschnitt heißt: Sie bringen Ihr eigenes Rundholz zum Sägewerk, und wir sägen es für Sie gegen eine Schnittgebühr („Lohn“) zu fertigem Schnittholz auf. Anders als beim klassischen Holzkauf wechselt das Holz dabei nicht den Besitzer – es bleibt vom ersten bis zum letzten Brett Ihr Eigentum. Sie bezahlen nur die Dienstleistung des Sägens, nicht das Holz selbst. Das macht den Lohnschnitt gerade dann interessant, wenn Sie ohnehin über eigene Stämme verfügen und einen konkreten Bedarf haben.

Der große Vorteil: Sie entscheiden selbst, was aus Ihrem Holz wird. Sollen es kräftige Balken für den Stadel werden, Bretter für die Verschalung oder Bohlen für den Tisch in der Werkstatt? Beim Lohnschnitt legen Sie das Schnittbild gemeinsam mit uns fest. Die folgende Übersicht zeigt, wann sich das Sägenlassen lohnt und wann der Verkauf des Rundholzes die bessere Wahl ist:

Kriterium Lohnschnitt (sägen lassen) Rundholz verkaufen
Ergebnis fertiges Schnittholz nach Maß Erlös für das Rundholz
Wertschöpfung bleibt bei Ihnen Weiterverarbeitung beim Käufer
Wann sinnvoll Sie haben konkreten Eigenbedarf kein eigener Verwendungszweck
Sie bezahlen die Schnittleistung nichts – Sie erhalten Geld
Kontrolle über das Holz voll – Sie bestimmen den Schnitt endet mit dem Verkauf
Lohnschnitt oder Verkauf? Wer eigenes Holz verbauen möchte, holt mit dem Lohnschnitt das Meiste heraus. Wer keinen Bedarf hat, verkauft das Rundholz. Beides bekommen Sie bei uns.

So läuft der Lohnschnitt ab

Vom angelieferten Stamm bis zum fertigen Stapel sind es nur wenige, klar geregelte Schritte. Am Anfang steht immer das Gespräch: Sagen Sie uns, welches Holz Sie haben und was daraus werden soll – dann besprechen wir das passende Schnittbild und die Menge. In der Praxis sieht der Weg durch unser Sägewerk in Viechtach so aus:

  • 1. Beratung & Schnittbild: Wir klären gemeinsam, welche Querschnitte und Längen Sie brauchen und wie sich Ihr Holz am besten einteilen lässt.
  • 2. Anlieferung des Rundholzes: Sie bringen die Stämme, oder wir stimmen die Übernahme ab. Wichtig ist entastetes, sauberes Holz (dazu unten mehr).
  • 3. Einschnitt: Auf unserer modernen Sägelinie wird jeder Stamm nach Ihrem Schnittbild aufgetrennt – zu Brettern, Bohlen, Latten oder Kanthölzern.
  • 4. Sortieren & Stapeln: Das Schnittholz wird sortiert und – auf Wunsch mit Stapelleisten – ordentlich zum Trocknen aufgesetzt.
  • 5. Zusatzleistungen (optional): Technische Trocknung in der Kammer, Hobeln oder das Zuschneiden auf Endmaß können wir direkt anschließen.

Am Ende nehmen Sie Ihr eigenes Holz als verwendungsfertiges Schnittholz wieder mit nach Hause – zugeschnitten auf genau das, was Sie damit vorhaben. Anfallende Nebenprodukte wie Sägespäne oder Kappreste verwerten wir sinnvoll weiter; auch das können wir vorab besprechen.

Moderne Sägelinie im Sägewerk Lettl, auf der Rundholz zu Schnittholz aufgetrennt wird
Auf unserer Sägelinie in Viechtach wird Ihr Rundholz nach Ihrem Schnittbild präzise aufgetrennt.

Für wen sich Lohnschnitt lohnt

Der Lohnschnitt ist kein Angebot nur für Profis. Immer dann, wenn eigenes Holz vorhanden ist und ein konkreter Bedarf besteht, ist er die wirtschaftlichste Lösung. Typische Fälle aus dem Bayerischen Wald sind:

  • Waldbesitzer & Forstwirte: Holz aus Durchforstung oder Endnutzung wird nicht verschleudert, sondern für Hof, Stall und Nebengebäude selbst genutzt.
  • Landwirte: Bretter und Balken für Scheune, Stadel, Zäune oder Weideunterstände – aus dem eigenen Wald, ohne Umweg über den Handel.
  • Bauherren & Häuslebauer: Wer eigene Bäume fällen muss oder geerbtes Holz hat, lässt daraus Bau- oder Verschalungsholz für das eigene Projekt sägen.
  • Sturm- und Käferholz sinnvoll nutzen: Gerade bei Schadholz lohnt es sich, das noch gute Holz rasch zu Schnittholz zu verarbeiten, statt es an Wert verlieren zu lassen.

Ob eine kleine Menge für ein Wochenendprojekt oder mehrere Festmeter für den Stallbau – sprechen Sie uns an. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich der Lohnschnitt für Ihr Vorhaben rechnet oder ob im Einzelfall eine andere Lösung sinnvoller ist.

Was kostet Lohnschnitt?

Einen pauschalen Preis für den Lohnschnitt gibt es nicht – und das ist gut so, denn er würde Ihrem Holz selten gerecht. Die Schnittgebühr hängt von mehreren Faktoren ab, die wir vorab gemeinsam durchgehen, damit Sie ein verlässliches Angebot erhalten. Diese Punkte bestimmen den Preis am stärksten:

Faktor Einfluss auf den Preis
Menge Größere Mengen lassen sich meist günstiger je Festmeter schneiden.
Stammdurchmesser & Qualität Gleichmäßige, gesunde Stämme sind schneller und sauberer einzuschneiden.
Schnittbild Einfache Bretter/Balken sind günstiger als viele unterschiedliche Maße.
Zusatzleistungen Trocknen, Hobeln oder Zuschnitt auf Endmaß werden separat berechnet.
Zustand des Holzes Sauberes, metallfreies Holz schont die Sägeblätter und spart Kosten.
Die wichtigsten Preisfaktoren beim Lohnschnitt. Ein konkretes Angebot machen wir Ihnen gern nach kurzer Rücksprache.

💡 Unser Tipp: Überlegen Sie sich vor der Anfrage möglichst genau, welche Maße Sie am Ende brauchen – und in welcher Stückzahl. Je klarer der Bedarf, desto besser lässt sich Ihr Stamm ausnutzen und desto weniger Verschnitt entsteht. Ein grober Plan Ihres Bauvorhabens genügt uns schon, um Sie sinnvoll zu beraten.

Rundholz richtig vorbereiten

Wie gut und wie günstig sich Ihr Holz schneiden lässt, entscheidet sich schon vor der Anlieferung. Gut vorbereitetes Rundholz läuft zügig durch die Säge, schont die Blätter und liefert am Ende sauberere Ware. Achten Sie vor allem auf drei Dinge: sauber entasten, auf sinnvolle Längen bringen und – das ist das Wichtigste – Fremdkörper vermeiden. Nägel, Draht, Zaunreste oder eingewachsene Steine sind der größte Feind jedes Sägeblatts und verursachen unnötige Kosten.

Auch die Lagerung spielt mit hinein: Stämme, die zu lange feucht am Boden liegen, verlieren an Qualität und bläuen. Lagern Sie Ihr Rundholz deshalb luftig auf Unterlagen und bringen Sie es möglichst zeitnah zum Einschnitt. Ist frisch geschnittenes Schnittholz erst einmal gestapelt, sollte es – genau wie Bauholz – langsam und geschützt weitertrocknen, damit es maßhaltig bleibt.

Frisch gesägtes, sauber gestapeltes Nadelholz-Schnittholz im Sägewerk Lettl
Das Ergebnis: aus Ihrem Rundholz wird sauberes, gestapeltes Schnittholz – bereit zum Trocknen und Verbauen.

Kein Eigenbedarf? Rundholzankauf als Alternative

Nicht jeder, der Holz übrig hat, braucht auch fertiges Schnittholz. Wer keinen eigenen Verwendungszweck hat, muss sein Rundholz nicht liegen lassen: Wir kaufen Nadelrundholz aus der Region direkt an. Gerade für Waldbesitzer, die einzelne Stämme, Durchforstungs- oder Schadholz vermarkten möchten, ist das ein unkomplizierter Weg – mit kurzen Wegen und einem festen Ansprechpartner vor Ort statt anonymem Großhandel.

So oder so gilt: Melden Sie sich einfach mit dem, was Sie haben. Ob Lohnschnitt für den Eigenbedarf oder Verkauf Ihres Rundholzes an uns – wir finden gemeinsam die Lösung, die für Sie am meisten Sinn ergibt.

Warum das regionale Sägewerk zählt

Beim Lohnschnitt kommt es auf Erfahrung und ein gutes Auge an – darauf, aus jedem Stamm das Beste herauszuholen. Genau das ist unser Handwerk, seit 1925 und mittlerweile in vierter Generation. In unserem Sägewerk in Viechtach verarbeiten wir seit jeher regionales Holz aus dem Bayerischen Wald, überwiegend Fichte und Tanne, dazu Kiefer und Strobe. Kurze Wege zwischen Wald, Werk und Ihrem Bauplatz bedeuten frisches Holz, eine ehrliche Ökobilanz und ein Gegenüber, das Sie kennt.

Dass wir dabei sorgsam mit dem Rohstoff umgehen, ist für uns selbstverständlich: Den Strom für unsere Anlagen gewinnen wir aus Wasser- und Sonnenenergie, und aus jedem Stamm wird bis zum letzten Span etwas Sinnvolles – Schnittholz für Sie, Nebenprodukte für Energie und Weiterverarbeitung. So bleibt der Wert Ihres Holzes in der Region, und Sie bekommen Schnittholz, hinter dem ein Familienbetrieb mit Namen und Gesicht steht.

Fazit

Der Lohnschnitt ist der direkte Weg vom eigenen Wald zum eigenen Schnittholz: Sie behalten Ihr Holz, bestimmen selbst, was daraus wird, und bezahlen nur das Sägen. Für Waldbesitzer, Landwirte und Bauherren mit eigenem Holz ist das oft die wirtschaftlichste und ehrlichste Lösung – besonders bei Sturm- oder Käferholz, das sonst an Wert verliert. Und wenn Sie keinen Bedarf haben, kaufen wir Ihr Rundholz gern an. Erzählen Sie uns einfach, welches Holz Sie haben und was Sie damit vorhaben – wir finden den passenden Weg.

Häufige Fragen zum Lohnschnitt

Was kostet der Lohnschnitt?

Einen Pauschalpreis gibt es nicht, weil die Kosten von Menge, Stammdurchmesser, gewünschtem Schnittbild und Zusatzleistungen wie Trocknen oder Hobeln abhängen. Nach einer kurzen Rücksprache über Ihr Holz und Ihren Bedarf machen wir Ihnen ein verlässliches, individuelles Angebot.

Welche Mengen lohnen sich?

Grundsätzlich lässt sich sowohl eine kleine Menge für ein einzelnes Projekt als auch mehrere Festmeter für den Stall- oder Hausbau sägen. Bei größeren Mengen wird der Schnitt je Festmeter meist günstiger. Sprechen Sie uns am besten mit Ihrer konkreten Menge an.

Muss ich mein Rundholz selbst anliefern?

In der Regel bringen Sie das Holz zum Sägewerk. Wie sich die Anlieferung am besten organisieren lässt, klären wir vorab gemeinsam – so ist von vornherein alles geregelt.

Kann ich mein Holz auch trocknen und hobeln lassen?

Ja. An den Einschnitt können wir auf Wunsch die technische Trocknung in der Kammer, das Hobeln und den Zuschnitt auf Endmaß anschließen. So bekommen Sie aus dem eigenen Stamm fertiges, maßhaltiges Holz zum direkten Verbauen.

Warum ist metallfreies Holz so wichtig?

Nägel, Draht oder eingewachsene Steine können ein Sägeblatt beschädigen und den Einschnitt aufhalten. Fremdkörperfreies Rundholz schont die Technik, beschleunigt den Schnitt und hält damit auch Ihre Kosten niedrig.

Eigenes Holz? Wir sägen es für Sie auf.

Ob Lohnschnitt für den Eigenbedarf oder Rundholzankauf: Erzählen Sie uns, welches Holz Sie haben – wir beraten Sie persönlich. Familienbetrieb seit 1925 im Bayerischen Wald.

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