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Vermessen und sortieren

Das Sägewerk Lettl produziert hauptsächlich Fichtenschnittholz für den Baubereich. Es beliefert größtenteils regionale Zimmereien, verkauft sein Schnittholz aber auch in ganz Deutschland und Österreich. Das Rundholz dafür bezieht der Betrieb aus einem Umkreis von maximal 80 km. Dabei fällt viel Seitenware an, deren Manipulation bisher viel Arbeit kostete. Die komplette Haupt- und Seitenware bis 6m wurde noch händisch sortiert und gestapelt. Nachdem Andreas Lettl nach seinem Holztechnik-Studium in Rosenheim den Betrieb übernommen hatte, war für ihn klar, dass er modernisieren möchte. Teil dieser Modernisierung ist unter anderem eine neue Vermessungseinheit samt Fallboxensortierung.

Viel Eigenleistung

2020 kaufte Lettl eine komplette, gebrauchte Entstapelungsanlage. Anschließend unterzog der gelernte Industriemechaniker die Maschinen einer Generalüberholung und baute sie nach seinen Vorstellungen um. Auch bei den von Mayrhofer Maschinenbau gelieferten und nach Lettls Wünschen gebauten Anlagen montierte er einen Großteil selbst. „Für Mayrhofer war es nie ein Problem, dass wir viel Eigenleistung erbringen möchten“, erinnert sich Lettl zufrieden. Der Lieferumfang des Maschinenherstellers umfasst dabei eine Vermessungseinheit samt Software, eine Hochfördereinrichtung samt Auslaufquerförderer, einen fünfsträngigen Auflauftisch sowie neun Fallboxen mit hydraulisch heb- und senkbarer Querförderklappe.

Von Sägewerk entkoppelt

„Früher war die Sortierung direkt im Sägewerk angesiedelt. Das Installieren einer Fallboxensortierung für jedes Sortiment war platztechnisch nicht möglich und zu unflexibel. Zudem wollte ich auch entstapeln können. Jetzt ist die Anlage in einer neu gebauten Halle platziert, was die innerbetriebliche Logistik deutlich erleichtert“, erklärt Lettl. Die Halle wurde so konzipiert, dass die fertig gestapelten Pakete direkt in die angrenzende 78 m³ fassende Vanicek-Trockenkammer gebracht werden können.

Erleichterte Sortierung

Die von Mayrhofer gelieferte Anlage sortiert Schnittholz mit Dimensionen von 3 bis 6m Länge, 18 bis 120mm Stärke und 80 bis 350mm Breite. Die Sortierung erfolgt dabei nach Qualität oder Dimension. Das Schnittholz wird anschließend entweder über die Hochfördereinrichtung in eine der neun Fallboxen geleitet oder direkt zu Paketen gestapelt. Das sortierte Schnittholz kann auch nochmals aufgegeben und paketiert werden. Die Stapelung erfolgt dabei auf Lücke. Die Steuerung erkennt die Brettbreite und errechnet, wie viele Bretter pro Lage benötigt werden. Vor der Stapelung ist noch eine Kappsäge zwischengeschaltet, welche die Bretter auf die entsprechende Länge kappt.

Zufriedener Auftraggeber

„Während des gesamten Projekts war die Zusammenarbeit immer sehr gut und es gab keine Probleme“, gibt sich Lettl zufrieden mit der Entscheidung, Mayrhofer Maschinenbau als Anlagenlieferanten gewählt zu haben. Besonders von dem guten Service zeigt sich Lettl begeistert: „Wenn es einmal irgendwo Komplikationen gibt, kümmert man sich sofort um unser Anliegen.“

1. Über die selbst umgebaute Eintaktung werden die Bretter der Vermessungseinheit zugeführt.
2. Die neun Fallboxen werden manuell entladen.
3. Mithilfe des Hochförderers werden die Bretter in die jeweiligen Fallboxen geleitet.

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